Kräuter im Sommer

Der Sommer bietet im Wildkräutergarten eine große bunte Farbenvielfalt. Die duftenden bunten Blüten werden von einer Vielzahl von Nektar sammelnden Insekten umschwärmt. Andere Insekten legen ihre Eier auf den Wildkräutern ab. Die daraus entstehenden Larven fressen die Blätter der Pflanzen, auf denen die Eier abgelegt wurden mit Vorliebe.

Der Sommer ist auch die Zeit, in der viele der Wildkräuter gesammelt werden. Wer aufmerksam durch die Natur wandert, kann Vieles entdecken

Fingerhut

Fingerhut

Der Rote Fingerhut ist eine weit verbreitete, auffallende Pflanze. Die bis zu 1,50 m hohe Pflanze leuchtet weithin sichtbar in verschiedenen Rottönen mit schwarzen, weiß umrandeten Flecken. Sie wächst in lichten Wäldern und am Waldrand. Die glockigen Blüten wachsen am oberen Stängel und sind wie ein Fingerhut geformt (daher der Name). Die Blütezeit ist Juni bis September. Die Blätter sind eiförmig. Vorsicht: Der Fingerhut ist stark giftig und sollte nur angesehen werden. Dabei kann man häufig Hummeln beobachten, die sich mit ihren Körpern in die Blüten zwängen, um den Nektar zu sammeln. Dadurch verursachen sie ein charakteristisches, recht lautes Summgeräusch.

Sylter Heckenrose

Heckenrose

Die Sylter Heckenrose ist eine wilde Rosenart, die auf lockerem, auch sandigem Boden gut gedeiht. Der Standort sollte sonnig und luftig sein. In Norddeutschland ist diese Art recht häufig zu sehen. Es entwickelt sich ein kräftiger Busch mit stacheligen Zweigen. aus den Zweigen sprießen siebenteilige Blätter in sattem Grün. Die Blüten erstrahlen in leuchtendem Rot. In der Mitte der Blüte befindet sich ein Strahlenkranz aus Staubgefäßen. Dieser ist umgeben von 5 großen Blütenblättern. In der Sonne duften sie intensiv und locken viele Insekten, vor allem auch Hummeln an. Die Blütezeit ist von Mai bis Juni. Im September bis Oktober sind die Früchte (Hagebutten) reif.

Johanneskraut

Johanneskraut

Das Johanneskraut wächst auf Feld- und Waldwegen sehr häufig. Es wird ca. 50-90 cm groß. Es ist ein sehr altes Heilkraut und anspruchslos an seinen Wuchsort. Die Pflanze blüht in leuchtendem Gelb. Die einzelne Blüte hat 5 Blütenblätter und ausgeprägte Staubgefäße. Der Stängel ist eckig und die Blätter sind eiförmig in hellgrüner Färbung. im oberen Teil verzweigt sich den Stängel stark. Blätter und Blüten sehen getupft aus, weswegen das echte Johanniskraut auch Tüpfeljohanniskraut genannt wird. In den Blättern ist in winzigen Drüsen ätherisches Öl eingelagert, das lässt sie gegen die Sonne gehalten löchrig aussehen. In den Blütenrändern findet man rote Tupfen, die den Wirkstoff  Hypericin enthalten. Auch in der Samenkapsel befindet sich der blutrote Wirkstoff. Drückt man gegen die Samenkapsel oder zerreibt die Blüten, tritt der Farbstoff aus. Dieser Wirkung verdankt die Pflanze ihren altertümlichen Namen "Christi Kreuzblut". Das Johanniskraut beginnt an Johanni (21.Juni) zu blühen. 

Kamille

Kamille

Die Kamille wächst an Wegrändern und auf Äckern. je nach Standort wird sie 20-40 cm hoch. Kamille ist eine sehr aromatisch duftende Pflanze mit gefiederten Blättern. Die Blütenköpfchen mit Zungenblüten haben einen Durchmesser von 1-2 cm. Das Köpfchen ist innen hohl. Das ist ein Unterscheidungsmerkmal zur wirkungslosen Hundskamille und Römischen Kamille. Die Kamille blüht im Juni-Juli, oft in großen Ansammlungen. Die Blüten werden geerntet, wenn die Zungenblüten nach unten zeigen. Dann haben sie die höchste Wirkkraft.

Malve

Malve

Die Wilde Malve wächst an Weg- und Wiesenrändern. Sie wird ca. 1 m hoch. Die rosa Blüten haben 5 schmal-herzförmige Blüten, die nicht duften. Die Blüteezit ist Juni bis August. Die Blätter sind fünflappig und gezähnt. Blüten und Blätter sind gestielt. Die Früchte sehen aus wie kleine Käselaibe, deshalb auch der alte Name Käsepappel. Geerntet werden die Blüten und Blätter ohne Stiel.

Mädesüß

Mädesüß

Das Mädesüß liebt feuchte Untergründe. Deshalb wächst es meist an Gewässern. Dort wo es auftaucht, wächst es häufig massenhaft. Es wird bis 1,5 m groß. Die cremeweißen Blütendolden duften charakteristisch süß. Unzählige kleine Blüten sind ab Ende Juni zu sehen. Die Pflanze blüht bis in den September hinein. Die Dolden sind unregelmäßig am hohen festen Stängel angeordnet. Sie blühen nacheinander, sodass sich an einem Stängel Knospen, Blüten und Samen befinden. Sie besitzt Blätter, die sich wechselständig anordnen. Die Blattoberseite ist dunkelgrün gefärbt und kahl, die Unterseite weist eine filzige Behaarung auf. An den Rändern sind die Blätter fein gesägt.

Mutterkraut

Mutterkraut

Das Mutterkraut wächst auf allen Böden. Es ist ursprünglich keine heimische Pflanze, breitet sich aber immer mehr aus. Wo es sich einmal angesiedelt hat, wird es immer wieder wachsen, da unzählige Samen für die Verbreitung dieser Art sorgen. Die Pflanze wird 40-60 cm hoch. Die Blätter sind gelappt und gezähnt. Sie leuchten in hellem Grün. Die kleinen Blüten haben ein gelbes Köpfchen mit weißen Zungenblüten. Sie verströmen in der Blütezeit einen herb-aromatischen Geruch. Das Mutterkraut blüht von Juni bis August.

Ringelblume

Ringelblume

Die Ringelblume wächst in vielen Gärten und erfreut sich wegen ihrer intensiven Farben und ihrer ausdauernden Blühleistung großer Beliebtheit. Die Pflanze wird bis zu 50 cm. groß. Blätter und Stängel sind behaart und recht weich. Die Blütenfarben sind hellgelb bis dunkelorange. Der dunklere Blütenkopf trägt zahlreiche Zungenblüten, die am Ende 3 Zähnchen tragen. Die Blüten öffnen sich nur, wenn es sonnig ist. Verspricht der Tag regnerisch zu werden, bleiben sie geschlossen. Die Pflanze blüht von Juni bis sehr spät in den Herbst hinein. Der Name Ringelblume kommt von den Samen, die geringelt sind.

Schafgarbe

Schafgarbe

Die Schafgarbe wächst gern an trockenen sonnigen Standorten. Sie gedeiht auch auf mageren Böden und in großer Höhe und kälteren Regionen der nördlichen Hemisphäre. Schafgarbe wird je nach Standort bis zu 80 cm groß. Im Frühjahr sind zunächst die filigranen Blättchen zu sehen. Aus ihrer Mitte wachsen später robuste runde Stängel, an denen sich auch filigrane Blättchen zeigen. In oberen Teil der Pflanze verzweigt sich der Stängel. Am Ende der Zweige erscheinen dann die kleinen weißen bis pinkfarbenen Blüten. Die Blütenschirme leuchten weithin und locken mit ihrem aromatischen Duft viele Insekten an. Die Blütezeit ist von Juni bis Oktober.

Wegwarte

Wegwarte

Die Wegwarte bevorzugt trockene, magere Böden. Der knorrige Stängel wächst aus einer Blattrosette. Die Wurzel ist kräftig und geht tief. Die Pflanze wirkt sparrig und fällt lediglich durch ihre wunderschön leuchtenden hellblauen Blüten auf. Die Blüten bestehen aus vielen schmalen Blütenblättern, die am Ende 4 Zähne aufweisen. Die Blüten haben einen Durchmesser von ca. 4 cm. Die Blütezeit ist Juli bis September.

 

 

Gelber Steinklee (Honigklee)

Der gelbe Steinklee

Wermut

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Kleinblütiges Weidenröschen

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© Marina Schütt